Biber am Grundbach

 

 

 

Zusatzinfo Biber

 

Steckbrief Biber

Der Europäische Biber (Castor fiber) ist das grösste Nagetier Europas. Ein ausgewachsener Biber wird bis zu 1,35 Meter lang – inklusive Schwanz – und kann 20 bis 25 Kilogramm wiegen. Sein dichter, wasserabweisender Pelz schützt ihn vor Kälte, und der breite, flache Schwanz dient als Steuer beim Schwimmen, als Stütze beim Sitzen und als Speicher für Fettreserven.
Biber sind ausgezeichnete Schwimmer und können bis zu 15 Minuten tauchen. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und ernähren sich rein pflanzlich. Im Sommer fressen sie Wasserpflanzen, Gräser, Kräuter und junge Triebe, im Winter vor allem Rinde und Zweige, die sie in Futterlagern am Ufer aufbewahren.
Biber leben in einer monogamen Dauerehe und paaren sich im Wasser zwischen Januar und März. Nach einer Tragzeit von 105 bis 107 Tagen bringen die Weibchen zwischen April und Juni meist zwei bis drei Junge zur Welt, selten auch bis zu fünf. In der Regel wird nur einmal pro Jahr geworfen.
In freier Wildbahn beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung rund acht Jahre, einzelne Tiere können jedoch bis zu 21 Jahre alt werden. Insgesamt besitzen sie 20 Zähne, halten keinen Winterschlaf und sind das ganze Jahr über aktiv.

 

 

 

Zusatzinfo Totholz

 

Die Entstehung von Totholz kann verschiedene Gründe haben. Einerseits durch aktives Fällen, zum Beispiel bei einem Sturm, durch den Biber oder vom Menschen oder es stirbt langsam ab. Gerade wenn die Wurzeln lange in einer vernässten Zone stehen, sterben die Wurzeln längerfristig ab und es entsteht sogenanntes stehendes Totholz. Durch das Austrocknen der Rinde fängt diese an, sich zu verbiegen, sie bricht auf und es entstehen Zwischenräume in welchen sich viele Käferarten, Spinnen und allgemein viele Insekten verkriechen können. Solche Spalten werden zum Beispiel auch vom Wald- und Gartenbaumläufer, zwei Vogelarten, als Nistplatz gewählt. Etwas grössere Spalten bieten einigen Fledermausarten einen sicheren Unterschlupf für ihr Tagesquartier. Viele von ihnen sind sogenannte Spaltenquartierbewohner und sind auf solche Kleinstlebensräume angewiesen. Auch viele Spechtarten können vom Futterangebot in den Spalten profitieren und können in den schon leicht morschen Baumstämmen ihre Höhlen bauen. 
Sobald das Totholz zerfällt und auf den Boden gelangt, können sich Pilze, Moose und Flechten darauf bilden und das Holz weiter zersetzen.
Totholzstämme oder Äste die wiederum in Flüsse, Bäche oder Teiche fallen, können dort Unterschlupf für Wasserinsekten aber auch für Fische werden. Unter grösseren Stämmen können Verwirbelungen entstehen, dadurch reichert sich das Wasser mit Sauerstoff an oder es entstehen im Gewässer kleine Mulden, die dann wieder gerne von Jungfischen angenommen werden.