Revitalisierung Ämmeschachen - Urtenensumpf

 

Infos Kanton

Video Revitalisierung

Einfluss Emme App

 

Zusatzinfo

 

Die „Emmegrösse“ bei Utzenstorf

Am Vormittag des 14. Juni 1910 kam es in Utzenstorf zu einer der schlimmsten Naturkatastrophen der Region. Nach einem regenreichen Vorsommer führten die Emme und ihre Zuflüsse Hochwasser. Das Flussbett lag damals rund eineinhalb Meter höher als heute und war mit Geschiebe stark überlastet. Zwei Querschwellen, errichtet von Industriebetrieben, blockierten zusätzlich den Abfluss.

Der Damm brach an einer instabilen Stelle bei der Altwyden – er war aus Erde gebaut und durch Mäusegänge geschwächt. Der Wasserdruck wurde zu gross, und die Emme bahnte sich ihren Weg über das Kulturland. Innert Minuten standen Äcker, Gärten, Häuser und Fabriken unter Wasser.

Der Fluss überflutete unter anderem den Emmenhof, den Schachen, das Schloss Landshut, die Papierfabrik und erreichte auch Wiler und die von Roll'schen Werke in Gerlafingen, ehe sich das Wasser bei Luterbach in die Aare ergoss.

Zeitzeugenberichte und Fotografien zeigen das Ausmass: Gebäude standen bis zu den Dächern im Wasser, Menschen flohen aufs Hausdach oder auf Bäume. Notstege wurden errichtet, doch viele Gehöfte konnten nur knapp evakuiert werden, bevor sie von den Fluten zerstört wurden.

Dieser Dammbruch markierte einen Wendepunkt im Umgang mit der Emme. Er machte deutlich, wie mächtig und unberechenbar der Fluss sein kann – und wie wichtig ein verlässlicher Hochwasserschutz ist.


Quelle: Barbara Kummer, Utzenstorf

https://www.youtube.com/watch?v=Qb8iA3fxHFQ TschanzTec

https://www.youtube.com/watch?v=E7Yvm7NKgPU Berner Landtechnik

https://www.youtube.com/watch?v=XH-WrEPLhWY